DB 082 Hyperthermie / Sigma Eye
Die Domäne der lokoregionalen Hyperthermie in Verbindung mit Strahlentherapie sind die lokal fortgeschrittenen, schlecht operablen Tumoren des Beckens. Die begleitende Planungs-Software arbeitet mit der Anatomie des Patienten, die als CT- oder MR Bilder vorliegen. Sie berechnet genau für jede Tumor Position die optimalen Bedingungen. Die Behandlungsregion kann gezielt auf therapeutische Temperaturen von 41°C bis 44°C erwärmt werden. Um die therapeutischen Temperaturen zu erzielen und das umliegende Gewebe zu schonen, werden Temperatursensoren angelegt. Die Zahl richtet sich nach der Ausdehnung des Tumors. Jeder Applikator besitzt einen wassergefüllten Bolus, mit dem er auf die Patientenoberfläche aufgebracht und fixiert wird. Spiral-Antennen sind auf einem rechteckigen flexiblen Silikonträger montiert und werden von einem Mikrowellengenerator gespeist. So kann sich der Applikator nicht nur gut an die jeweilige Körperkontur anpassen. Spiral-Antennen können auch selektiv angesteuert werden, um eine individuelle Temperaturverteilung zu ermöglichen. Das simultane bildgebende Verfahren bietet die Möglichkeit einer dreidimensionalen Temperaturkontrolle. Mit Hilfe des Kernspintomographen wird dabei gleichzeitig verhindert, dass in so genannten „Hot Spots” gesundes Gewebe durch zu hohe Temperaturen geschädigt wird. Biologisch bedeutet eine Behandlung mit Hyperthermie, dass nach einer kurzen Zeit im auf der Oberfäche der Tumorzellen Hitzeschockproteine entstehen. Damit sind die …
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